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| Funktionsprinzipien
von Metalldetektoren |
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| BFO |
BFO ist die Abkürzung
von Beat Frequency Oscillator. Ein altes Verfahren mit welchem Metalldetektoren
in den siebziger und achtziger Jahren ausgestattet waren. Die Elektronik
beruht auf zwei Hochfrequenz-Oszillatoren. Ein Oszillator - der Referenzoszillator
- wird auf eine bestimmte Frequenz eingestellt. Der zweite Oszillator
ist freilaufend, wobei die Suchspule einen Teil des Schwingkreises bildet.
Im Einsatz wird der freilaufende Oszillator auf eine etwas höhere
Frequenz eingestellt als die des Referenzoszillators. Ist Metall vorhanden,
ändert sich die Frequenz des freilaufenden Oszillators. Die Frequenzänderung
zwischen den zwei Oszillatoren wird verstärkt und durch Anschwellen
des Tons bzw. Zeigerausschlag registriert.
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Abb.
1: Das magnetische Feld einer BFO-Sonde wird beim Vorhandensein
eines leitfähigen Metalls geschwächt |
Abb.
2: Das magnetische Feld einer BFO-Sonde konzentriert sich beim
Vorhandensein eines weniger leitfähigen Metalls |
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| IB / TR |
TR ist die Abkürzung
für das Transmitter-Receiver System. Dieses Prinzip bietet entscheidende
Vorteile gegenüber dem BFO-System. IB/TR-Geräte sind sehr
empfindlich und zeichnen sich durch hohe Suchleistung, Ortungsgenauigkeit
und Verwendbarkeit auf allen Geländen aus. Das IB/TR-Prinzip basiert
auf zwei Spulen: eine Sende- und eine Empfangsspule. Ein Oszillator
speist die Sendespule mit einer Frequenz. Eine zweite in der Suchspule
angeordnete Spule dient als Empfänger. Die Spulen werden so abgestimmt,
dass sich die magnetischen Felder beider Spulen ausgleichen und somit
ein Gleichgewicht der Felder entsteht. Gerät nun Metall in das
Feld der Sonde, wird das Gleichgewicht gestört und durch Anschwellen
des Ortungstons bzw. Zeigerausschlag registriert. Vor dem Einsatz ist
der Metalldetektor sorgfältig auf die jeweiligen Bodenverhältnisse
abzustimmen, wovon auch die Reichweite (Eindringtiefe) abhängt,
bis zu der metallische Gegenstände geortet werden können.
Die Spulen der TR-Sonden sind so angeordnet, dass sich die Empfindlichkeit
über die gesamte Breite des Suchkopfes erstreckt (sogenannte "Doppel-D-Spule")
und somit ein großer Flächenvorteil gegenüber einer
IB-Sonde erreicht wird. Nach diesem Prinzip arbeitende Metalldetektoren
reichen meist aus, um Münzen, Ringe und Schmuckstücke am Strand,
im Wald, im Garten oder in Parkanlagen zu finden. Eine gute Metallunterscheidung
ist möglich. Nur bei höheren Diskriminatoreinstellungen, um
z.B. Schrotteisen und Silberpapier auszublenden, reagiert das System
auch auf stark mineralhaltige Böden.
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Abb.
3: Spulenanordnung einer IB-Sonde |
Abb. 4:
Spulenanordnung einer TR-Sonde
("Doppel-D-Spule")
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| Die
schraffierten Felder markieren die Fläche der größten
Empfindlichkeit der Suchspulen. |
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| VLF / TR |
VLF ist die Kurzform
für Very Low Frequency. Das VLF-System arbeitet im Prinzip wie
das TR-System, nur mit wesentlich niedrigerer Sendefrequenz. Damit wird
stark mineralhaltiger Erdboden leichter und vor allem tiefer durchdrungen.
Der wesentliche Unterschied zu BFO- und IB/TR-Geräten besteht darin,
dass VLF-Sonden die Phasenveränderung des bei Vorhandensein von
Metall induzierten Wirbelstroms und nicht die Amplitudenänderung
messen. Die Phasenverschiebung für verschiedene Metalle und den
Boden kann am Oszilloskop so justiert werden, dass unerwünschte
Einflüsse andere Merkmale zeigen als die von gewünschten Gegenständen.
Es können z.B. die Interferenz von verschiedenen Bodenbeschaffenheiten
und die bei Änderung des Abstandes bzw. Winkels zwischen Suchkopf
und Boden auftretenden Störungen völlig ausgeschaltet werden
(Ausschaltung der Bodeninterferenz). Dies zusammen mit der hohen Leistung
des VLF-Prinzip gewährleistet optimale Empfindlichkeit und einfache
Handhabung. Es ist das gängigste Ortungsverfahren für moderne
Hobbydetektoren.

Abb.
5: Spulenanordnung (oben) und
Abb. 6: elektromagnetisches
Feld (rechts) einer modernen VLF-Sonde
(konzentrische Spule).
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| PI |
PI = Pulse Induktion.
Im PI-System arbeitet ein Impulsgenerator, der die Suchspule in bestimmten
Zeitabständen mit einem Stromimpuls beaufschlagt. Das dabei erzeugte
konzentrische Magnetfeld dringt in den Boden ein. Befindet sich dort
ein metallischer Gegenstand, rufen die Magnetlinien darin Wirbelströme
hervor. Nachdem der Stromimpuls abgeklungen ist, werden die sekundären
Magnetfelder ausgewertet, wobei die Suchspule als Empfänger arbeitet.
Die äußerst schwachen Signale aus den sekundären Magnetfeldern
erfordern einen erheblichen Auswerteaufwand. Dennoch ist es möglich
die Tiefe des georteten Metalles zu bestimmen. Allerdings gehört
zum Ablesen des Anzeigeinstumentes erhebliche Erfahrung. Die besonders
im Meerwasser enthaltenen Mineralien irritieren das System nicht. Diese
Eigenschaft, sowie die große Suchtiefe und hohe Zuverlässigkeit
wissen vor allem Archäologen und professionelle Schatzsucher zu
schätzen.
Realisiert durch Andreas Ernst Bergkamen
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